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Was ist Public Diplomacy?

Public Diplomacy ist verglichen mit der „klassischen“ Diplomatie eine noch junge Erscheinung. Während schon seit Jahrhunderten Abgesandte in andere Staaten geschickt werden, um Vereinbarungen zwischen den Regierungen auszuhandeln, richtet sich die Public Diplomacy an die ausländische Bevölkerung. Wichtigstes Ziel ist es in der Regel, politische Entscheidungen zu erklären oder ein Bild der Gesellschaft zu kommunizieren. Es ist einfach wie nie, sich innerhalb kürzester Zeit über bestimmte Themen zu informieren, dank des Internets oft sogar bei Betroffenen vor Ort. Bedingt durch die generell höhere Mobilität der Menschen reicht es daher nicht mehr aus, die Beziehungspflege nur auf diplomatisches Personal zu reduzieren: Jeder Bürger, der sich privat oder in einer Organisation engagiert, tritt in gewisser Weise als ein Repräsentant des Landes auf.

Journalisten unterschiedlicher Herkunft im Dialog

Wissenschaftliche Untersuchungen weisen bereits länger darauf hin, dass die öffentliche Meinung zu außenpolitischen Fragen einen Einfluss auf die tatsächliche Außenpolitik des Staates ausübt. Unter diesem Gesichtspunkt können zwei Schulen der Public Diplomacy unterschieden werden: Ein „weicher“ und ein „harter“ Ansatz ("soft politics" und "hard politics"). Letzterer dient hierbei konkreten außenpolitischen Zielen eines Landes und wird hauptsächlich durch die mediale Berichterstattung als Kommunikationskanal durchgeführt – um beispielsweise für ein Freihandelsabkommen zu werben.

Der weiche Ansatz hingegen hat eine langfristigere Zielsetzung und ist zunächst von konkreten Fragen unabhängig. Dies wird im wissenschaftlichen Diskurs auch als „kulturelle“ Seite der Public Diplomacy bezeichnet und soll das bereits angesprochene Verständnis ausländischer Zielgruppen für die Gesellschaft eines Landes stärken. Dies kann etwa durch die konstruktive Auseinandersetzung mit ausländischen Gesellschaften und dem Anstreben eines produktiven Miteinanders geschehen.

"Cultural relations proceed ideally by the accretion of open professional exchanges rather than by selective self-projection." (Mitchell 1986: 5)

Der Public Diplomacy Initiativkreis e.V. folgt dem „weichen Ansatz“ und möchten diesen fördern. Wir sehen die nachhaltigste Form der Beziehungspflegeim konstruktiven Dialog über gemeinsame Fragen und Probleme. Die Themen, die wir dabei abdecken, reichen von den Grundpfeilern unserer Gesellschaft wie den Menschenrechtenbis zu jenen Elementen, die für den stetigen Wandel sorgen – die Integration und die Innovation. Wir sehen es daher auch als unsere Aufgabe, gesellschaftliche Trends und Entwicklungen zu beobachten und dem Ausland die Möglichkeit zu geben, sich über deutsche Antworten auf die Herausforderungen der heutigen Zeit zu informieren. Um dieses Anliegen zu verwirklichen, wollen wir dem der Public Democracy gerecht werden und verstehen uns als Vermittler, der Kontakt zwischen den Bürgern herstellt. Gerade bei Themen wie Integration und Demogarfischer Wandel ist es wichtig, die Bandbreite der Meinungen in der Gesellschaft zu repräsentieren, da nur ein umfassender Einblick in unsere pluralistische Gesellschaft Basis für einen fruchtbaren Austausch sein kann.